Grundlagen

Private Altersvorsorge einfach erklärt

Kurz gesagt

Wenn du alt bist und nicht mehr arbeitest, bekommst du Rente – aber oft weniger Geld als vorher. Deshalb legst du schon heute selbst etwas Geld für später zurück.

Stand: 11. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit · RenteKannMehr Redaktion

Jetzt genauer

Altersvorsorge in Deutschland ruht auf mehreren Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Altersversorgung über den Arbeitgeber und der privaten Vorsorge. Private Altersvorsorge heißt schlicht: Du legst selbst Geld zurück, damit du im Ruhestand mehr zur Verfügung hast als die gesetzliche Rente allein.

Warum überhaupt privat vorsorgen?

Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil des früheren Einkommens. Wie groß der Unterschied bei dir ist, hängt von deinem Erwerbsleben ab – das lässt sich nicht pauschal sagen. Einen ersten Anhaltspunkt gibt die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Mehr dazu liest du unter Rentenlücke und Vorsorgebedarf.

Die drei Stellschrauben

  • Zeit: Je früher du beginnst, desto länger können Erträge selbst wieder Erträge erwirtschaften (Zinseszins).
  • Sparbeitrag: Auch kleine Beträge summieren sich über Jahrzehnte. Wichtig ist, dass der Beitrag dauerhaft zu deinem Budget passt.
  • Rendite nach Kosten: Entscheidend ist, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Höhere Renditechancen gehen immer mit höheren Schwankungen einher.

Geförderte und ungeförderte Vorsorge

Der Staat unterstützt bestimmte, zertifizierte Vorsorgeverträge mit Zulagen und Steuervorteilen. Bisher war das die Riester-Rente. Ab 2027 gilt dafür ein neues Regelwerk mit dem Altersvorsorgedepot als zentralem Produkt – die Einzelheiten stehen im Reform-Guide. Daneben kannst du jederzeit ungefördert sparen, etwa mit einem gewöhnlichen Wertpapierdepot. Das ist flexibler, bringt aber keine Zulagen.

Förderung hat ihren Preis

Gefördertes Vorsorgekapital ist zweckgebunden: Es ist für das Alter gedacht und kann nicht ohne Nachteile vorher entnommen werden. Außerdem werden die späteren Auszahlungen besteuert. Beides gehört in die Abwägung.

Fragen, die du dir vorab stellen kannst

  • Habe ich eine Rücklage für Notfälle, bevor ich langfristig Geld binde?
  • Wie viel kann ich monatlich dauerhaft entbehren?
  • Wie gehe ich damit um, wenn der Depotwert zwischenzeitlich deutlich fällt?
  • Brauche ich Flexibilität, oder ist mir die Förderung wichtiger?

Mit dem Altersvorsorgerechner kannst du ausprobieren, wie Sparbeitrag, Laufzeit, Rendite und Kosten zusammenwirken.

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